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Auffrischungskurs Sicherheitsbeauftragter

Sicherheit im Betrieb – der Sicherheitsbeauftragte

Ein Sicherheitsbeauftragter ist für die Sicherheit im Betrieb zuständig. Aber ist ein Sicherheitsbeauftragter quasi ein Türsteher oder die Security im Unternehmen? Und was regelt eigentlich der Sicherheitsbeauftragte? Welche Weisungsbefugnis hat der Beauftragte? Die Akademie hat im Folgenden die wichtigsten Fragen zum Sicherheitsbeauftragten zusammengefasst:

Warum muss ein Sicherheitsbeauftragter von einem Betrieb bestellt werden?

Die DGUV, kurz für Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V., regelt die Pflichten und Aufgaben des Sicherheitsbeauftragten. Nach der DGUV Vorschrift 1 § 20 „Bestellung und Aufgaben von Sicherheitsbeauftragten“ muss ein Sicherheitsbeauftragter von dem Betrieb gestellt werden. Die Einhaltungspflichten der Unfallverhütungsvorschriften (UVV) sind gesetzlich in dem Sozialgesetzbuch VII § 15 „Unfallverhütungsvorschriften“ geregelt. So dürfen die Unfallversicherungsträger mit der DGUV Vorschriften erlassen, die der Verhütung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren oder für eine wirksame Erste Hilfe dienen. Dieses autonome Recht ist nur wirksam, wenn es keine staatlichen Arbeitsschutzvorschriften gibt und die Präventionsmaßnahmen geeignet und erforderlich sind. Da es also keine staatliche Vorschrift bezüglich des Sicherheitsbeauftragten gibt, gilt das autonome Recht. Die DGUV Vorschrift 1 § 20 ist gesetzlich verpflichtend.

Was sind die Aufgaben eines Sicherheitsbeauftragten?

Die Aufgaben des Sicherheitsbeauftragten umfassen im Allgemeinen Maßnahmen für die Verhütung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren. Der Beauftragte hat keine Weisungsbefugnis gegenüber seinen Kollegen. Er dient lediglich als Berater, Vermittler und Helfer. Der Beauftragte ist Ansprechpartner für seine Kollegen zum Thema Arbeitsschutz. Durch Betriebsbegehungen erkennt, dokumentiert und meldet der Sicherheitsbeauftragte Mängel und Probleme am Arbeitsplatz, wie unter anderem bei der Schutzausrüstung und den Arbeitsmitteln. Der Sicherheitsbeauftragte setzt sich aktiv für die Prävention von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten ein. Zudem unterweist er neue Mitarbeiter über die Unfall- und Gefährdungsrisiken im Unternehmen.

Ist nur der Sicherheitsbeauftragte für den Arbeitsschutz verantwortlich?

Der Sicherheitsbeauftragte ist nicht allein für den Arbeitsschutz verantwortlich. Arbeitsschutz ist Chefsache. Aber auch neben der Unternehmensleitung müssen verschiedene Akteure auf ein sicheres Arbeitsumfeld achten. Führungskräfte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Betriebsärzte, der Betriebsrat oder auch der Arbeitsschutzausschuss, kurz ASA, sind ebenfalls verantwortlich für den Arbeitsschutz der Mitarbeiter.

Wer kann Sicherheitsbeauftragter werden?

Sicherheitsbeauftragte üben ihre Aufgaben nicht hauptamtlich, sondern ehrenamtlich neben ihren Hauptaufgaben aus. Es kann jeder Sicherheitsbeauftragter werden. Es ist jedoch eine Aus- oder Weiterbildung zum Sicherheitsbeauftragten notwendig.

Wie lange ist die Ausbildung als Sicherheitsbeauftragter gültig?

Da sich die aktuellen Vorschriften in dem Bereich der Arbeitssicherheit stetig ändern, empfiehlt die BG eine Fortbildung der Sicherheitsbeauftragten alle 3-5 Jahre.

Muss ich eine Prüfung ablegen?

Um Sicherheitsbeauftragter zu werden, reicht eine Schulung bei einem zertifizierten Lehrgangsveranstalter mit nachträglichem Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme. Die Aus- und Weiterbildung kann Online oder in Präsenz durchgeführt werden. Es muss keine zusätzliche Prüfung bei der Industrie- und Handelskammer abgelegt werden.

Wie viele Sicherheitsbeauftragte brauch mein Unternehmen?

Laut der DGUV Vorschrift 1 § 20 „Bestellung und Aufgaben von Sicherheitsbeauftragten“ muss ein Unternehmen, das regelmäßig mehr als 20 Beschäftigte hat, einen Sicherheitsbeauftragten bestellen. Die Anzahl der Sicherheitsbeauftragten richtet sich nach fünf verschiedenen Kriterien. Die allgemeinen im Unternehmen bestehenden Unfall- und Gesundheitsgefahren bestimmen die Anzahl der Sicherheitsbeauftragten. So kann in verschiedenen Bereichen eines Unternehmens, bei denen ein höheres Gefährdungspotential besteht, zusätzliche Sicherheitsbeauftragte von Nöten sein. In anderen Bereichen, wie beispielsweise der Administration, bei denen ein geringeres Gefährdungspotential vorherrscht, reicht die Mindestanzahl aus. Ein weiteres Kriterium ist die Anzahl der Mitarbeiter. Wie bereits erwähnt, muss ab einer Mitarbeiteranzahl von 21 ein Sicherheitsbeauftragter bestellt werden. Hier gilt zusätzlich der Leitsatz, der Sicherheitsbeauftragte muss seine Kollegen persönlich kennen. Bei einem großen Unternehmen reicht also nicht nur ein Sicherheitsbeauftragter. Die Anzahl der Sicherheitsbeauftragten richtet sich neben Unfall- und Gefährdungspotential sowie der Mitarbeiteranzahl auch an die räumliche Nähe (der Ansprechpartner sollte für die Mitarbeiter erreichbar sein), der zeitlichen Nähe (relevant bei Schichtbetrieben) und an die fachliche Nähe (der Sicherheitsbeauftragte sollte das Gefährdungspotential innerhalb der verschiedenen Abteilungen kennen). Bei der Ermittlung der konkret notwendigen Anzahl an Sicherheitsbeauftragten hilft der zuständige Unfallversicherungsträger.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Sicherheitsbeauftragten?

Unser Online-Grundkurs Sicherheitsbeauftragter dauert drei Vormittage von jeweils 09:00 bis 12:00 Uhr. Nach dem Onlinekurs erhält jeder Teilnehmer ein Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme.

 

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